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Geschichte nachspüren. Die Welt durch andere Augen sehen. Frau Ingeborg Tober (91) und Herr Dr. Hans Heller (90) haben als Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs die AFS besucht und ihre wertvollen Erfahrungen geteilt.

Für alle Beteiligten eine sehr bewegende Begegnung, deren Ablauf und Stimmung der Kölner Wochenspiegel mit einem Artikel eingefangen hat: "Zum Glück ist der Scheiß vorbei". Zeitzeugen erzählen Schülern vom Zweiten Weltkrieg".

Die AFS-Schüler*innen und angehenden Abiturient*innen Nicolas Uhrberg, Rumeysa Cakir und Isabella Rombey berichten an dieser Stelle von dem Treffen, das sie -begleitet von ihren Lehrer*innen Frau Raczek und Hern Buhr- mit ihrer Projektgruppe vorbereiteten und moderierten.


Wir, der Zusatzkurs Geschichte der Stufe Q2, haben am 07.03.2018 besondere Gäste in der Bibliothek der LVR-Anna-Freud-Schule begrüßen dürfen: Frau Ingeborg Tober (91) und Herr Dr. Hans Heller (90). Die beiden haben den Zweiten Weltkrieg als junge Erwachsene miterlebt und berichten nun als Zeitzeugen von ihren Erfahrungen.

Beide Zeitzeugen wurden im Jahr der Machtergreifung Hitlers eingeschult – so hat Frau Tober uns erzählt, wie der Schulalltag ablief und die Ideologie der Nationalsozialisten langsam in den Unterricht übernommen wurde. Da wir uns vorher im Unterricht mit verschiedenen Widerstandsgruppen gegen das Regime der Nationalsozialisten beschäftigt hatten, lag für uns die Frage nahe, wie präsent diese im Leben der beiden Zeitzeugen waren. Erstaunlicher Weise haben wir erfahren, dass keiner von beiden während des Nationalsozialismus von einer dieser Gruppen gehört hatte und sie erst in der Nachkriegszeit von ihnen erfuhren.

Herr Dr. Heller war während des Zweiten Weltkrieges als Soldat in der Wehrmacht tätig. Er hat uns berichtet, dass man als Soldat nicht viel vom Geschehen im eigenen Land mitbekommen hat und er so vieles erst im Nachhinein erfuhr. Am Ende des Krieges geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wovon er berichtet: "Als die Amerikaner mich inhaftiert hatten, bekam ich von ihnen erst einmal saubere Kleidung und Essen." Er zeigt sich überrascht über den freundlichen Umgang der Amerikaner mit ihm und lernte erst damals langsam die Ausmaße der nationalsozialistischen Propaganda einzuschätzen.

Frau Tober hat das Kriegsende in Köln, welches zu der Zeit enorme Kriegsschäden aufwies, miterlebt. Sie erinnert sich, wie strapaziös das Alltagsleben in der Nachkriegszeit für sie war und sagt, dass sie deshalb erst viel später eine Gelegenheit finden konnte, um sich intensiver mit den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinander zu setzen. Die Entnazifizierung mit beispielsweise den Nürnberger Prozessen hat sie kaum miterlebt, außerdem erinnert sie sich daran, dass es viele ehemalige Mittäter des NS-Regimes schafften, in Ämtern des nachkriegszeitlichen Deutschlands weiter Einfluss auszuüben.
Es war für uns eine einmalige Gelegenheit und große Ehre, die zwei Zeitzeugen kennenzulernen. Ihre anschaulichen und lebendigen Schilderungen werden uns in besonderer Erinnerung bleiben.

Nicolas Uhrberg, Rumeysa Cakir und Isabella Rombey.


 

Das AFS-Team dankt sehr herzlich Frau Tober und Herrn Dr. Heller für ihren Besuch sowie allen Beteiligten, die diese Begegnung ermöglicht haben!


Weiterführende Links:

Kölner Wochenspiegel: "Zum Glück ist der Scheiß vorbei" Zeitzeugen erzählen Schülern vom Zweiten Weltkrieg"

www.zeitzeugenboerse-koeln.de

Redaktion: KAP

Bildcredits: at / Kölner Wochenspiegel - Mit freundlicher Genehmigung!

 

 

 

 

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